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  • Mein Weg zu Liebeschip

    Ich kenne das nicht nur aus Büchern. Wie aus meiner eigenen Chaos-Trennung ein neuer fachlicher Schwerpunkt und das Liebeschip-Programm wurden.

    Ich dachte: Eigentlich läuft alles.

    Ich war längst Paartherapeut. Ich kannte die klassischen Ansätze, arbeitete mit Paaren und dachte, ich hätte das mit Beziehungen im Großen und Ganzen verstanden. Beruflich lief es. Und dann kam meine eigene Chaos-Trennung.

    Plötzlich saß ich nicht mehr nur anderen Menschen gegenüber, die nicht weiterwussten. Ich steckte selbst mittendrin.

    Willkommen auf dem modernen Datingmarkt.

    Nach der Trennung wurde ich auf einen Datingmarkt geschleudert, der mit meinen bisherigen Vorstellungen ziemlich wenig zu tun hatte. Neue Menschen kennenlernen, hoffen, sich einlassen – und dann wieder dieses merkwürdige Hin und Her.

    Es blieb nicht bei einer auffälligen Beziehung. Da waren weitere Geschichten, die mich beschäftigt haben: Nähe und Rückzug, Heiß-kalt, Bindungsangst und das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, obwohl man es noch nicht richtig greifen kann. Dass ich Psychologe war, machte mich davor offensichtlich nicht immun.

    Viel erklären können ist noch keine Lösung.

    Ich suchte nach Hilfe. Nicht nach dem nächsten allgemeinen Beziehungstipp, sondern nach etwas, das zu diesen Erfahrungen passte. Was passiert beim Dating? Was macht Bindungsangst mit einer Beziehung? Warum hängt man an jemandem fest, obwohl einem die Geschichte nicht guttut?

    Für genau diese Fragen fand ich in Deutschland damals erstaunlich wenig praktische Unterstützung. Die klassische Paartherapie war mein berufliches Zuhause. Aber für manches, was ich nun selbst erlebte, reichte mein bisheriger Werkzeugkasten nicht aus.

    Also habe ich weitergelernt. Auch über Deutschland hinaus.

    Ich lernte bei Fachleuten in vielen Ländern und beschäftigte mich intensiv mit Dating, Bindungsangst und toxischen Beziehungsdynamiken. Dabei ging es mir nicht darum, möglichst viele Begriffe für das Verhalten des anderen zu sammeln.

    Die entscheidende Frage war: Was mache ich jetzt damit? Was muss ich bei mir erkennen? Was muss ich anders entscheiden und tatsächlich anders machen, damit ich nicht wieder in derselben Geschichte lande?

    Erst für mein eigenes Leben. Dann wurde daraus Liebeschip.

    Ich habe das Gelernte in meinem eigenen Leben umgesetzt. Nicht nur darüber nachgedacht. Daraus sind die Tools und Übungen gewachsen, die später Teil des Liebeschip-Programms wurden.

    Mein Anspruch war von Anfang an: handfest, lebensnah und psychologisch fundiert. Nicht noch mehr Wissen, mit dem du den anderen immer besser analysieren kannst, während dein eigenes Leben stehen bleibt. Sondern etwas, das du im Alltag anwenden kannst.

    Mit Liebeschip gehörte ich zu den frühen Anbietern im deutschsprachigen Raum, die das Thema toxische Beziehungen in den Mittelpunkt eines eigenen Programms gestellt haben.

    Heute ist das mein fachlicher Schwerpunkt.

    Zu meiner persönlichen Erfahrung kommen mein Psychologie-Diplom, meine langjährige Arbeit mit Paaren und meine Tätigkeit als Ausbilder. Dating, Bindungsangst und toxische Beziehungsmuster sind längst nicht mehr nur Themen meiner eigenen Geschichte. Sie sind zu einem Schwerpunkt meiner fachlichen Arbeit geworden.

    Wenn ich heute über diese Dinge spreche, dann aus beiden Perspektiven: als Fachmann – und als jemand, der selbst lernen musste, dass Verstehen und Verändern zwei verschiedene Dinge sind.

    Ein Interview über meine Arbeit

     

     

    Hier übrigens mein Liebeschip Werdegang als Comic (gerade weil es nicht so lustig war😉). Die Kurse enthalten die gleichen tools die mir geholfen haben!

     

    Dipl.-Psych. Christian Hemschemeier

    geb. 1967

    Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Psychologe in einer Klinik in Bad Segeberg arbeite ich seit 2000 nur noch in eigener Privat-Praxis. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt auf der Arbeit mit Paaren und Gruppen / Teams.

    Von 2007 bin ich als Ausbilder im Bereich Paartherapie / Eheberatung tätig (davon 2010-2017 akkreditierte Fortbildungen Psychotherapeutenkammern Hamburg / Berlin).

    Seit 2014-2020 Kolumne in 10 deutschen Tageszeitungen.

    AUSBILDUNGEN

    • 5-jährige Ausbildung in Integrativer Psychotherapie und Beratung (AKIVA Göttingen, Ken Speyer)
    • Externship in EFT (Emotionsfokussierte Paartherapie nach Sue Johnson)
    • 3-jährige Ausbildung in klientenzentrierter Beratung und Therapie nach Rogers (Bielefeld, Wolfgang Neumann)
    • Weitere Fortbildungen u.a. in Themenzentrierter Interaktion (TZI) und Psychodrama
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    © 2021 Christian Hemschemeier